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AKTUELLES

April 21, 2008

Key West - Interview mit John Gluek

Es geht ihm auf der Key West Race Week um die Präsentation von DIMENSION-POLYANT genauso wie um den Kontakt zu aktiven Seglern, um Erfahrungen auszutauschen. Wir sprachen mit John Gluek, President von DIMENSION-POLYANT USA, über sein Engagement auf der internationalen Regattawoche in Florida.

Die Key West Race Week im Januar gehört zu den wichtigsten Regattaveranstaltungen in den USA. Wie schätzen Sie die Bedeutung dieser Regattawoche für DIMENSION-POLYANT ein?
Für die Ausrüster der Regattasegler ist die Key West Race Week immer der Auftakt der neuen Saison. Die Firmen haben bis dahin ihre Entwicklungs- und Entwurfsarbeit abgeschlossen und wollen beobachten, wie sich ihre neuen Produkte bei diesem Wettkampf derWeltbesten bewähren.Das gilt fürTuche, Draht und Tauwerk, Masten und Spieren, Beschläge, die Boote selbst sowie Segel und Segelbekleidung. DIMENSION-POLYANT ist dabei auf vielfältige Weise beteiligt, denn wir stellen gewebte Polyestertuche, Nylontuche, Laminate undD4®-Membranen her. Die Teilnehmer auf über 260 Rennyachten, darunter 60 ausländische Mannschaften, segeln in Bootsklassen, in denen alle unterschiedlichen Gewebe und Laminate benutzt werden, die wir herstellen.

Das reicht von den Einheitsklassen bis zu den größten Hochseerennyachten. Bei dieser Veranstaltung sind wir schon von Beginn an als Sponsoren dabei gewesen und wir scheuen auch heute weder Kosten noch Mühen, um diese wichtige Regattawoche zu unterstützen, die für den amerikanischen Regattasport so große Bedeutung hat. Wie Sie sich denken können, stellen die Ausrichtung der Wettfahrten für so viele Boote auf vier verschiedenen Bahnen und die damit verbundene Organisation an Land bei einer solchen Weltklasseveranstaltung hohe Anforderungen an alle Beteiligten.


Wie hat sich DP dort präsentiert?

DP hatte einen Stand direkt am Preisverleihungszelt. Wir hatten jeden Abend unmittelbaren Kontakt mit den Seglern, Segelmachern, Segeldesignern und Yachtkonstrukteuren sowie anderen aus der Bootsbranche. Von unserer amerikanischen Niederlassung waren außer mir, Moose, Tom und Art vor Ort sowie Uwe aus Deutschland. Wir konnten Tuchproben zeigen, ihre Eigenschaften und Verwendungszwecke erläutern. Außerdem haben wir täglich an den Wettfahrten teilgenommen. Dadurch konnten wir mit den Segelmachern und -designern in Verbindung bleiben und das Verhalten unserer Tuche unter Wettfahrtbedingungen beobachten. In diesem Jahr gab es Wind von 7 bis 23 kn (2 bis 6 Beaufort), so dass wir sehr gut beurteilen konnten, wie sich Tuche mit unterschiedlichen Gewichten bei den verschiedenen Windstärken verhielten.


An der Regattawoche nahmen Einheitsklassen wie die Melges 24 und die Farr 40, aber auch nach PHRF (Performance Handicap Racing Fleet) oder IRC (International Rule Club) vermessene Yachten teil. Welche DP-Produkte sah man auf diesen Booten?
Das hängt vor allem von den Klassenvorschriften und der Bootsgröße ab. Bei Klassen wie der Melges 24 sind die Tuche und Tuchgewichte genau vorgeschrieben. Daher sehen wir unterschiedliche Erzeugnisse, von unserem gewebten Polyestertuch HTP®plus bis hin zu einem speziell angefertigten GPL-Laminat. Auf vielen der nach IRC und PHRF vermessenen Hochleistungsyachten wurden unsere D4®-Membranen gefahren oder solche Membranen mit Rollenware wie unserem GPL-Laminat aus Carbon/ Technora,XTech®(Twaron/Aramid)oderPENLaminaten kombiniert. Die Großsegel von Einheitsklassen wie der J-105 sind aus unserem gewebten Polyestertuch hergestellt. Dadurch, dass wir unsere Erzeugnisse im Einsatz auf dem Wasser beobachten, können wir sehr genaue Tuchempfehlungen geben und damit sicherstellen, dass der Segler als Endverbraucher genau das richtige Material bekommt. Bei den Grand-Prix- Wettfahrten legen manche Kunden mehr Wert auf die Leistung der Segel als auf ihre Lebensdauer. Die meisten anderen Segler aber, die für diese Spitzenregatta Segel anschaffen, denken auch an die Lebensdauer, weil sie in der nächsten Saison Clubregatten segeln wollen. Hier haben wir unseren Konkurrenten durch gute Beratung einiges voraus, denn wir kennen die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten unserer Erzeugnisse für unterschiedlichste Anforderungen im Segelsport genau.

Welche Bedeutung hat D4®?
Bob Fraser, ein bekannter und erfolgreicher australischer Segelmacher und Regattasegler hat gemeinsam mit dem DPM-Manager Brad Stephens eins der ersten Segelmembransysteme entwickelt, das bei Regatten auf Grand-Prix-Ebene verwendet wurde. Die Bezeichnung ist von der „4. Dimension” abgeleitet und das Material hat sich bei Regatten von Clubebene bis hinauf zum America´s Cup durchgesetzt. Wir sind sehr glücklich, dass DP die Rechte an D4® erworben hat, so dass wir dieses Produkt in zwei unserer Werke herstellen können und Brad seine Entwicklungsarbeit fortsetzen kann. Brad ist von Anfang an dafür verantwortlich und entwickelt diese Membranen laufend weiter, so dass jeder Segelmacher sie verwenden kann. Viele Segelmacher haben durch das D4®-Verfahren unser einzigartiges Garnverlegeverfahren kennen gelernt, und die Methoden zur Fertigung besonders dauerhafter Laminate, die DP als Hersteller von Rollenware entwickelt hat, geben unseren Kunden die Sicherheit, die beste und haltbarste Segelmembrane zu bekommen, die es auf dem Markt gibt.

In diesem Jahr nimmt zum ersten Mal die neue Einheitsklasse SWAN 42 teil. Was halten Sie von den Klassenvorschriften?
Ziel der Vorschriften ist es, die Profisegler möglichst weitgehend aus dieser Klasse herauszuhalten. Es darf ein unbezahlter Segler der Kategorie 3 mitsegeln, aber nicht als Steuermann, alle anderen dagegen müssen Amateure sein oder zur Kategorie 1 gehören. In dieser Klasse gibt es viele äußerst fähige Eigner als Steuerleute. Es war erfreulich zu beobachten, wie sie mit ihren eigenen, vertrauten Regattacrews erfolgreich auf höchstem sportlichen Niveau mitmischen konnten. Ich kenne viele Mitglieder dieser Yachtbesatzungen und beobachte sie während der Regatten genau. Dabei ist mir klar geworden, dass diese Segler auf jeder Ebene des Sports mithalten können. Das Ziel, die Materialschlacht nicht ausarten zu lassen, damit das Ganze bezahlbar bleibt, ist erreicht worden. Viele dieser Segler haben bedeutende Wettfahrten gewonnen. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft des Regattasports, bei dem der Segler sich für viele Möglichkeiten entscheiden kann, seien es Einheitsklassen, PHRF-, IRC- oder andere Vermessungsformeln.

Sie sind in der Regatta auf der TP 52 gesegelt – welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?
Es ist eine fantastische Rennmaschine. Sie erfordert ein reibungsloses Zusammenspiel der Besatzung, gute Trimmtechnik zwischen 5 und 21 kn Wind, kluge Taktik bei der Segelführung und der Reaktion auf Winddreher, gekonntes Steuern und einen kühlen Kopf. Eigentlich sind diese Anforderungen immer dieselben, ganz gleich ob man mit einer Laser-Jolle oder einer Maxi-Yacht segelt. Dass man sein Können auf all diesen Gebieten entwickelt und nutzt, ist bei jeder Regatta wichtig. Je mehr Zeit man auf dem Wasser verbringt, um täglich dazuzulernen, desto eher winkt der Erfolg.

Und was habe ich mit nach Hause genommen?
Vorfreude auf die nächste Regatta!