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Tipps

Pflegetipps für Segel aus laminierten Tuch

Lieber Segler,

Sie haben für Ihr neues Segel laminiertes Tuch - also ein Material mit hervorragender Formstabilität bei gleichzeitig niedrigstem Gewicht - gewählt. Seine extrem geringe Dehnung erhält die optimale Profilierung und damit die Leistungsfähigkeit Ihres Segels über einen besonders langen Zeitraum.

Damit aber auch die hohe Lebensdauer unserer High-Tech-Tuche gewährleistet bleibt, geben wir Ihnen einige Tips zur richtigen Handhabung:

1. zum Aufrollen des Segels für Rollreffanlagen:
Rollen Sie bitte das Tuch nie zu fest auf. Es können sonst schädliche Falten entstehen. Falten bilden sich auch, wenn das Vorstag nicht genügend durchgesetzt ist. Damit sich das Schothorn im Starkwind nicht losarbeiten und schlagen kann, sichert man es mit den Schoten und zusätzlichen Zeisigen.

2. zum aufgerollten Segel:
Schützen Sie das Segel am Liegeplatz grundsätzlich durch eine Persenning. Das gilt auch für UV-stabilisierte Tuche oder den aufgenähten UV-Schutz an den Lieken. Wie jedes andere Tuch auch, sollte man es nicht unnötig schädlichen Umwelteinflüssen aussetzten. Für den Schlauch von Rollsegeln empfehlen wir einen nicht zu weiten Schnitt, damit sein Tuch im Starkwind nicht schlagen kann. Es sollte aus luftdurchlässigem Gewebe bestehen, damit die Belüftung des Segeltuches gewährleistet ist.

3. zum Falten des Segels:

Wird das Segel geborgen oder zum Winterlager abgeschlagen, sollte es locker zusammengefaltet in einem geräumigen Sack gestaut werden. Preßt man das Tuch in zu kleine Säcke, können starke Knickfalten entstehen, die die Formstabilität des Profils nachhaltig schwächen. Am schonendsten ist es für das Segel, wenn man es parallel zum Unterliek in etwa 60 Zentimeter breiten Bahnen zusammenlegt. Und: Es darf nicht naß verstaut werden, da sonst die Gefahr der Bildung von Stockflecken besteht.

4. zum Verstauen des Segels:
Versuchen Sie also bitte das Segel immer möglichst trocken zu lagern und den Stauraum gut zu belüften.

5. zum Entfernen von Schmutz und Stockflecken:
Spritzen Sie bitte das Segel regelmäßig mit Süßwasser ab, um es vom Salz zu befreien. Lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel sind meist ausreichend, um auch hartnäckigeren Schmutz zu entfernen.

Stockflecken sollten umgehend beseitigt werden, da sie das Laminat schwächen können. Man behandelt sie am schonendsten mit milder Chlorlösung (etwa 1%): Zuerst werden die betroffenen Stellen etwa zwei Stunden lang eingeweicht und anschließend mit klarem Wasser und einer weichen Bürste geschrubbt.

6. zum Vermeiden von Beschädigungen:
Da die Folie laminierter Tuche besonders vor der Berührung scharfkantiger Beschläge geschützt werden muß, überprüfen Sie bitte vor dem ersten setzen Ihres Segels sorgfältig das stehende und laufende Gut, wie z.B.: Salingsnocken, nicht abgetapte Splinte, scharfkantige Blöcke an den Backstegen etc. Diejenigen Stellen des Tuches, die an den Salings oder Wanten scheuern können, sind durch selbstklebendes Gewebe (Nummerntuch) auf beiden Seiten zu schützen. Das gleiche gilt auch für das Unterliek, wenn es auf dem Relingsdraht schamfilen kann.

7. zur Handhabung des Segels:
Für laminierte Tuche gilt ganz besonders: Halten Sie sich bitte an die von Ihrem Segelmacher empfohlene Windstärke, bis zu der das Segel gesetzt bleiben darf. Vor allem in unsicherer Wetterlage sollte man auf der Hut sein: Eine harte Bö kann bereits ausreichen, um das kunstvoll eingebaute Profil Ihres neuen Segels zu ruinieren.

7. zur Handhabung des Segels:
Für laminierte Tuche gilt ganz besonders: Halten Sie sich bitte an die von Ihrem Segelmacher empfohlene Windstärke, bis zu der das Segel gesetzt bleiben darf. Vor allem in unsicherer Wetterlage sollte man auf der Hut sein: Eine harte Bö kann bereits ausreichen, um das kunstvoll eingebaute Profil Ihres neuen Segels zu ruinieren.

8. zur Fallspannung:
Laminierte Tuche reagieren wesentlich empfindlicher auf Überdehnung, als konventionelle Gewebe. Deshalb sollte man mit der Fallspannung vorsichtig umgehen. Daumenregel: Das Fall soweit durchsetzten, bis die Querfalten am Vorliek gerade verschwunden sind.

9. zu den Holepunkten:
Bitte vergessen Sie nicht nach dem Reffen oder Ausrollen die Holepunkte des Segels auch entsprechend zu verschieben. Geschieht dies nicht, verhindert der falsche Zugwinkel der Schot den richtigen Stand des Segels. Nach dem Reffen hat dies beispielsweise zur Folge, daß das Unterliek überdehnt wird, während das Achterliek zu stark twistet (verwindet) und zu schlagen beginnt. Das Segel kann nicht mehr optimal ziehen und verschließt frühzeitig. Deshalb empfiehlt es sich unterschiedlich farbige Markierungen auf oder neben der Schiene anzubringen, z.B. für eine 130%-Genoa: grün bei 100%, gelb bei 70% und rot bei 40%. Eine weitere Erleichterung ist es, die Holepunktschlitten über eine möglichst reckarme Leine vom Cockpit aus zu verstellen und sie ebenfalls entsprechend farbig (z.B. Taklings) zu markieren.

Ein Wort zum Schluß:
Bitte denken Sie daran, daß Schäden am Tuch fast immer auf falsche Behandlung des Segels zurückzuführen sind. Vor allem wenn man das Segel schlagen läßt, es ständig der UV-Strahlung aussetzt oder unsachgemäß verstaut. Falls Sie Fragen zu unseren Tuchen haben sollten, zögern Sie bitte nicht sich an ihren Segelmacher oder an uns direkt zu wenden.

Ihre Sailcloth-Crew
DIMENSION-POLYANT GmbH